Wir haben zu diesem Thema schon Artikel veröffentlicht. Wir sind immer wieder erstaunt, dass Unternehmen oder Marken weiterhin denken, ein Instagram Profil wäre alles, was man für ein seriöses Business braucht. Und so lange wir solchen Amateuren begegnen, werden wir auch solche Artikel verfassen. Spoiler: Wir schicken unsere Artikel gerne an diese Kanäle.

Das Wichtigste vorweg: Die Website gehört dir. Das Instagram-Profil nicht.

Erinnerst du dich an MySpace? Millionen Bands und Marken hatten dort ihre komplette Präsenz. Fotos, Termine, Kontakte, Fanbase. Dann war die Plattform plötzlich weg und mit ihr alles, was darauf aufgebaut war. Wer damals nebenbei eine eigene Website betrieben hat, war zwei Wochen später wieder im Geschäft. Alle anderen fingen bei null an und hatten den Totalverlust ihrer teuer gestylten MySpace Profile zu beklagen.

Ich war zu der Zeit Produktmanager einer Gitarrenmarke und hatte mehrere tausend Euro in den Aufbau des MySpace Profils gesteckt. Und eines Morgens ist alles weg. Dieses Learning begleitet mich schon Jahre. Und es wird mit dem Ende von Instagram und Facebook irgendwann genau den gleichen Gang nehmen. Und dann sind alle Follower weg. Dein Newsletter wird aber weiterhin Reichweite behalten.

Genau diese Rechnung machen wir in diesem Artikel bei den Clubs und Bars der Badischen Entertainment GmbH auf. Acht Dinge haben sich dabei als entscheidend herausgestellt.

Darum brauchst Du eine Website: Acht Learnings aus zehn Jahren Clubbetrieb

Wir betreuten die Clubs in Lahr von 2019 bis 2024 als SEO-Agentur und als Markenberater. Die erste Handlung war damals der Kauf der Domain mensch-meier.de für den gleichnamigen Club. Denn eine eigene Website statt nur Social Media zu betreiben, vervielfacht die regionale Sichtbarkeit. Abgesehen davon, dass viele Menschen kein Instagram-Profil haben oder Beiträge in der gehirnfrittierenden Flut an irrelevantem Müll einfach untergehen, rankt ein Instagram-Profil bei Google praktisch nicht.

Eine Website rankt zu Öffnungszeiten, Events, Location, Stadt, Anfahrt und dutzenden weiteren Suchanfragen, die deine Gäste täglich eingeben.

Zweitens wirkst du seriöser. Ein Betrieb mit eigener Website wird als professioneller und verlässlicher wahrgenommen. Das klingt banal, entscheidet aber darüber, ob eine Firma bei dir ihre Weihnachtsfeier bucht oder lieber nicht. Instagram ist halt eher ne fummlige Garagenfirma und eine eigene Website ist der Manhattan Skyscraper der Firmenzentrale.

Drittens kannst du mit dem Gast tatsächlich interagieren. Reservierungen, Fragen, Fundsachen, aktuelle Öffnungszeiten, Tischanfragen. Auf Instagram versinkt das alles in der DM-Inbox. Auf deiner Website läuft es strukturiert und nachvollziehbar.

Viertens, und das ist mein Lieblingseffekt: Eigene Fotos vom Wochenende sorgen Montagmorgen für einen Besucherpeak auf der Website. Dieser Traffic wäre sonst komplett bei Social Media gelandet. So landet er bei dir, auf deiner Domain, mit deinen Werbeflächen und deinem Newsletter-Formular daneben. Und die Nutzer gewöhnen sich daran, Deine Website zu besuchen.

Und ganz wichtig: während sie auf Deiner Website sind, hast Du ihre VOLLE AUFMERKSAMKEIT! Denn da wartet nicht der nächste DoomScroll-Dopamin-Trigger, der gleich wieder vergessen lässt, was man gerade gesehen hat.

Fünftens öffnet dir eine B2B-Landingpage ein wichtiges Zusatzgeschäft aus Firmenfeiern, Teamevents und Tagungen. Diese Kunden suchen nicht auf Instagram. Sie suchen nach professionellen Partnern auf Google. Wir haben das für die Clubs konsequent aufgebaut, bis hin zum Club Consulting der Badischen Entertainment.

Sechstens spart dir eine eigene Recruiting-Seite als Subdomain Deiner Unternehmens-Website bares Geld. Stellenanzeigen kosten pro Schaltung, eine Recruiting-Website statt Stellenanzeigen kostet einmalig und arbeitet dauerhaft für dich. Sie wirkt professionell und gewinnt Bewerber direkt über die Google-Suche. Wer will schon in einem Unternehmen arbeiten, das nur ein Instagram-Profil hat? Da fühlt man sich immer irgendwie so, als bekäme man den Lohn als Spielgeld.

Siebtens verstärken sich all diese Seiten gegenseitig. Club-Website, B2B-Seite, Recruiting-Seite, Eventkalender und die Links von und zu anderen Club-Websites. Sauber untereinander verlinkt entsteht daraus ein regionales Netzwerk, an dem die Konkurrenz nicht mehr vorbeikommt. Mit Backlinks, die der Wettbewerb NIEMALS bekommen kann.

Und achtens der Punkt aus der Headline: Die Website gehört dir. Deine Newsletterempfänger gehören Dir. Deine Fotos und Likes in den eigenen Bildergalerien gehören Dir. Der Traffic gehört Dir. Ein Social-Media-Profil ist geliehene Reichweite. Es kann gesperrt werden, an Reichweite verlieren oder mitsamt der Plattform verschwinden.

Warum Social Media trotzdem bleibt

Social Media ist kein Gegner der eigenen Website sondern eher die Flankierung. Instagram und TikTok sind hervorragend darin, Stimmung zu transportieren und spontane Entscheidungen auszulösen. So richtig als Suche für einen Bedarf funktionieren sie schon allein wegen der geisteskranken Ablenkung nicht.

Die richtige Aufteilung ist deshalb einfach. Social Media erzeugt Aufmerksamkeit, die Website fängt sie ein und macht etwas daraus. Wer nur den ersten Teil macht, produziert Strohfeuer-Reichweite für eine Plattform statt für den eigenen Betrieb.

Fotos und der Montagmorgen-Effekt in der Praxis

Fotos vom Wochenende sind der einfachste Traffic-Hebel im Nachtleben. Die Leute wollen sich am Montag selbst sehen, ihre Freunde markieren, den Abend nochmal durchgehen. Dieser Reflex ist verlässlich wie ein Uhrwerk.

Wir haben die Bilder-Galerien deshalb konsequent auf die eigene Website gelegt und auf Social Media nur angeteasert. Mit einem letzten Motiv “Alle Bilder auf unserer Website”. Das Ergebnis war ein wiederkehrender Besucherpeak zu Wochenbeginn direkt auf unserer Website. Nebenbei sehen diese Besucher die nächsten Events, das Reservierungsformular und die offenen Stellen.

Was du daraus für deinen Betrieb nutzen kannst

Wenn du einen Club, eine Bar oder ein Restaurant führst, ist die eigene Website deine einzige Fläche, die dir wirklich gehört. Alles andere ist gemietet, und der Vermieter ändert die Regeln, wann er will. Und leider sind Vermieter eine ganz eigene Spezies…

Fang klein an. Eine saubere Seite mit Öffnungszeiten, Events, Reservierung und Kontakt schlägt jedes aufwendige Projekt, das nie fertig wird. Danach kommen die Wochenendfotos, dann die B2B-Seite, dann das Recruiting. In dieser Reihenfolge. Und wenn Du eine Webdesign Agentur brauchst, sind wir am Start

Du willst wissen, welche dieser Bausteine bei dir den größten Unterschied macht? Meld dich. Wir schauen uns deinen Betrieb an und sagen dir, womit du anfangen solltest.

Es gibt unzählige Sätze, die Seb beschreiben. "Always look on the bright side of life" ist dabei ebenso treffend wie "Just do it!". Als er 2015 mit seinem Bruder die Class Brothers GmbH gründet, war beiden klar, dass das Leben einfach zu kurz ist für langweilige Marken und Leute, die Angst vor Veränderung haben. Sei selbst der Wandel, den Du in der Welt erwartest. Und wo kann man mehr bewirken, als für unzählige Firmen deren Marken, Philosophie und Web-Präsenz zu verbessern und damit sowohl Kunden als auch Team glücklich zu machen?! Let's go!